Mittwoch, 28. Mai 2014

Eine achtsame Einstellung während des Vortrags

Ein paar Gedanken, warum ich diesen Blog, welcher sich ja primär mit der Entstehung eines Vortrags beschäftigt, “Der achtsame Sprecher” genannt habe.

Dabei geht es mir um die Vermittlung einer geistigen Grundhaltung während des eigentlichen Vortrags. Achtsam sein mit sich und dem Publikum.

Achtsamkeit ist heute ja vieles und gefühlt auch überall drin. Dennoch erschien mir der Begriff für das Thema Vortrag passend.

Häufig habe ich den Eindruck, dass Vortragende weder Kontakt zu sich noch zum Publikum haben.

Als ich vor 10 Jahren begann aktiv auf Veranstaltungen als Sprecher aufzutreten, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich nach dem Vortrag eigentlich nicht mehr sagen konnte, was ich vor wenigen Minuten noch auf der Bühne vorgetragen habe. Im Laufe der Zeit führte ich Gespräche mit anderen Sprechern, welche von ähnlichen Erlebnissen berichteten.

Wer während des Sprechens keinen Kontakt mehr mit sich hat, kann das Publikum nicht mehr bewusst erreichen und die Wirkung des Vortrags steuern.

Daher ist der Titel dieses Blog als Anregung zu verstehen, sich selbst bewusst zu sein. Ein sich des Sprechens bewusster Sprecher.

Und einige Vorgehensweisen, um diesen Zustand zu erreichen, möchte ich hier teilen.

Montag, 26. Mai 2014

Der erste Gedanke. Inhalt vs. Wirkung

Mit diesem Post möchte ich kleines Projekt starten. Und zwar möchte ich hier die Entstehung einer meiner Vorträge kommentieren.

Kurz zu mir. Ich bin Sascha Lorenz und seit über 10 Jahren aktiv als Sprecher auf kleineren und größeren Veranstaltungen, sowohl in Deutschland als auch in UK. Dabei geht es meist um Technologiethemen als auch um Projekt Management und Vergleichbares. Wer sich für das eigentliche technische Thema interessiert, hier der Blog dazu.

In diesem Blog bleibe ich bei den konzeptionellen Gedanken hinter dem Vortrag. Mit meinen Kommentaren komme ich dem vielfachen Wunsch der Community nach die Entstehung eines Vortrages zu dokumentieren, um den Aufwand und die Methoden dahinter zu sehen und evtl. selbst mal als Sprecher dabei zu sein.

Zum Vortrag. Ich habe mich auf einen sogenannten Call-for-Paper hin beworben und mehrere Abstracts eingereicht. Das waren kurze Beschreibungen zu den von mir vorgeschlagenen Themen. Der gewünschte Umfang hängt immer vom Veranstalter der Konferenz ab.

Nun wurde einer meiner Vorschläge angenommen. Sehr erfreulich. Jetzt kann es an die Vorbereitung gehen. Grob habe ich einen Monat Zeit. Was war mein erster Gedanke?

Was möchte ich beim Publikum bewirken?

Diesen Gedanken finde ich erwähnenswert. Es ging mir zuerst nicht um den Inhalt, sondern um die Wirkung, welche der Vortrag (und damit der Inhalt haben soll). Also wird der Inhalt, welchen ich auswählen werde, der beabsichtigen Wirkung folgen.

Natürlich passt diese Vorgehensweise nicht auf jeden Vortrag. Häufig muss mit einem mehr oder weniger festgelegten Inhalt gearbeitet werden, welcher dann entsprechend wirkungsvoll verpackt werden muss.

Die notwendigen Fakten sollten entsprechend verpackt werden, damit das Publikum den für sich erwarteten Nutzen aus dem Vortrag ziehen kann. Damit sind wir schon beim nächsten Thema: Was erwartet das Publikum für sich von dem Vortrag? Die von mir beabsichtigte Wirkung und die Erwartungen des Publikums sollten sich schon ähneln.

Dazu bald mehr.